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Bild: Heike Knops

Heike Knops

Philosophin und Bioethikerin, Velbert

»Ich finde BIOSKOP unverzichtbar, weil hier eine differenzierte Darstellung der drängenden bioethischen Fragen der Gegenwart gegeben wird. Ich unterstütze BIOSKOP daher durch ein Abo.«

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Annegret Braun

Kinderkrankenschwester und pensionierte Leiterin der PUA-Beratungsstelle zu vorgeburtlichen Untersuchungen beim Diakonischen Werk Württemberg, Stuttgart

»Ich finde BioSkop sehr gut, weil es auf die beste Art bioethische Themen analysiert und schwierigste Inhalte so aufbereitet, dass sie gut verständlich sind – ohne abzuflachen oder zu vereinfachen. Eine verlässliche Recherchearbeit ist das Markenzeichen von BIOSKOP

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 Nr. 91 (September 2020)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Begehrte Daten und Bioproben

Gesundheitsdaten und molekulargenetisch auswertbare Bioproben wie Blut, Urin und Gewebe gelten als wertvolle Ressource für die Forschung; ihre Sammlung auf Vorrat wird zunehmend zudringlich gefordert und politisch gefördert. Die Bundesregierung unterstützt mit Steuergeldern die Zusammenführung und Analyse von Behandlungsdaten und Körpersubstanzen, auch im Rahmen des sogenannten »Kampf gegen Covid-19«. Universitäre Biomaterialbanken intensivieren und popularisieren ihre Werbung pro »Spende« von Körpersubstanzen und Daten. Ausgewählte Wissenschaftler, beauftragt vom Bundesgesundheitsministerium, beschreiben in einem Gutachten, wie Daten und Proben genutzt werden könnten, ohne dass zuvor eine informierte Einwilligung der Betroffenen eingeholt und dokumentiert werden müsse. Geplant ist auch, im Rahmen des Projekts »genomDE« hierzulande eine zentrale Genomdatenbank zu etablieren und genomische Datensätze für Forschungszwecke international verfügbar und verknüpfbar zu machen.

BIOSKOP gibt Einblicke in die aktuellen, brisanten Entwicklungen. Und BIOSKOP meint: Es muss laufend transparent gemacht werden, wer von der Nutzung der gesammelten Daten und Proben tatsächlich wie profitiert – gesundheitlich, strukturell, ökonomisch.


>>> Gesundheitspolitik

Corona-Management unter der Lupe

Die Botschaft der Bundeskanzlerin, kommuniziert am 28. August, sollte die BürgerInnen auf schwierige Monate, vielleicht auch Jahre einstimmen. »Es wird nicht so wie früher werden, solange wir keinen Impfstoff und kein Medikament haben«, sagte Angela Merkel; das Coronavirus sei eine »demokratische Zumutung«. Ob und welche politischen Maßnahmen und Einschränkungen angemessen, sinnvoll und verantwortbar sind, wird zunehmend hinterfragt – auch von WissenschaftlerInnen.

BIOSKOP berichtet über eine kritische Stellungnahme des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin. Und BIOSKOP hat die Pflegewissenschaftlerin Gabriele Meyer interviewt und auch gefragt, was man beim Umgang mit dem Coronavirus in Altenheimen besser machen kann.


>>> Biopolitik

Selbstoptimierung und Selbsttötung

Im 17. Jahrhundert begründete der französische Mathematiker und Philosoph René Descartes ein neuartiges Natur- und Körperverständnis. Es ist bis heute wirksam – auch in biopolitischen Debatten, von der körperlichen Selbstoptimierung bis zur Selbsttötung.

BIOSKOP denkt über wissenschaftlich inspirierte Ideen der Gestaltbarkeit und Kontrolle des Körpers nach. Und BIOSKOP überlegt, was in diesem Zusammenhang eigentlich »Selbstbestimmung« praktisch bedeutet.


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