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Rolf Blaga

Selbsthilfe-Aktivist, Berlin

»Ich spende für BioSkop, weil ich AutorInnen unterstützen will, die sich kritisch mit Gesundheitsthemen beschäftigen, über die ich woanders nichts erfahre.«

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Martina Keller

Journalistin, Hamburg

»Ich unterstütze BIOSKOP, weil es Themen aufarbeitet, die Main-Stream-Medien vernachlässigen und die Autoren Haltung zeigen, ohne ideologisch zu sein.«

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 Nr. 89 (März 2020)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Euthanasie und geplantes Lebensende

Nach langer Debatte hatte der Bundestag im November 2015 endlich entschieden: Organisierte Suizidhilfe wird strafrechtlich verboten. Der entsprechende § 217 StGB, der professionellen SterbehelferInnen die Arbeitsgrundlage entziehen sollte, gilt nun aber nicht mehr. Denn am 26. Februar hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt: Das Verbot der sogenannten geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung verstößt gegen das Grundgesetz. Nun steht der Bundestag vor einer brisanten Frage: Soll der Gesetzgeber tatsächlich Verfahrens- und Qualitätsregeln für Suizidhilfe aufstellen?

BIOSKOP nimmt das Urteil kritisch unter die Lupe und erläutert Folgen des Richterspruchs: für PatientInnen, ÄrztInnen, organisierte SuizidhelferInnen – und für die bundesdeutsche Gesellschaft. Und BIOSKOP blickt mit Sorge nach Spanien und Portugal, wo PolitikerInnen vorhaben, »aktive Sterbehilfe« zu legalisieren.


>>> Gesundheitspolitik

Pandemie, knappe Ressourcen, Globalisierung

Das Coronavirus ist derzeit allgegenwärtig. Beileibe nicht in sämtlichen Körpern, wenngleich täglich wachsende Infektionszahlen veröffentlicht werden. Pandemie und politisches Krisenmanagement treffen auf Krankenhäuser, unter denen viele bereits unter der »Normallast« immer öfter in die Knie gehen, vor allem aufgrund des grassierenden Mangels an Pflegekräften.

BIOSKOP fragt, auch mit Blick auf die Corona-Krise: Wie lange werden die Pflegekräfte noch stillhalten? Und BIOSKOP problematisiert, dass gravierende Gesundheitsprobleme offenbar erst dann global thematisiert werden, wenn weltwirtschaftlich führende Länder betroffen sind.


>>> Reproduktionsmedizin

Fragwürdige Vorreiterrolle

Späte Mutter- und Elternschaft, wachsende Zahl »unfruchtbar« definierter Paare – vor diesem Hintergrund steigt auch das Angebot reproduktionsmedizinischer Techniken und »gespendeter Eizellen«. Und es etablieren sich Märkte, gestützt auf prekäre Lebenssituationen von Frauen. Spanien spielt eine Vorreiterrolle in Europa – ein Vorbild für andere Staaten?

BIOSKOP gibt Einblicke in Praxis und Hintergründe der spanischen Reproduktionsmedizin. Und BIOSKOP verweist auf das Positionspapier »Für reproduktive Gerechtigkeit«, veröffentlicht und zur Diskussion gestellt von einem feministischen Netzwerk in Deutschland.


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