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> Pressemitteilung vom 19.09.2020

Verbände fordern Eingreifen des Bundestages

Vor einem Jahr hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, dass der vorgeburtliche Bluttest auf Trisomien demnächst von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. So weit ist es noch nicht – die Auseinandersetzungen halten an. Der Bundestag hat sich bislang – abgesehen von einer einzigen Orientierungsdebatte – der Verantwortung einfach entzogen. Doch Verbände der Zivilgesellschaft, darunter BioSkop, fordern: Der Bundestag darf Entscheidungen mit so gravierenden gesellschaftlichen Folgen nicht einfach außerparlamentarischen Gremien überlassen!

> Die ganze Mitteilung

> Argumente

Warum wir uns gegen eine Kassenzulassung des nichtinvasiven Pränataltests auf Trisomien aussprechen

> Lesen und weitersagen

14. Februar 2017

> Gemeinsame Stellungnahme zu pränatalen Bluttests

Keine Aufnahme weiterer selektiver Untersuchungen in die Regelversorgung!

»Pränataldiagnostik: Eine organisierte Verantwortungs-losigkeit?!«

> Dokumentation der Jahrestagung 2017 des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik
> Radiodoku des Kulturradios vom rbb
> mit Auszügen aus einem Vortrag von Erika Feyerabend über »Riskante Strukturen« und ökonomische Hintergründe, zu hören ab Minute 15, anschließend Podiumsdiskussion mit den Referentinnen

»Das Geschäft mit dem Leben«

Video

mit einem Vortrag von Erika Feyerabend. Die BioSkoplerin beleuchtete am 8. Januar 2014 neue Entwicklungen in der Pränataldiagnostik – im Rahmen der Dresdner Ringvorlesung »Was kostet die Welt?«.
Veranstalter war die sächsische Heinrich-Böll-Stiftung »Weiterdenken«, in Kooperation mit dem Lehrstuhl internationale Politik der Technischen Universität Dresden und dem Staatsschauspiel Dresden.

HIER kann man sich den Vortrag anschauen!

Erika Feyerabend spricht ab der 6. Minute des Videos, vorher gibt es eine Einleitung von Stefan Schönfelder (Geschäftsführer von »Weiterdenken«), der die Veranstaltung moderierte. Nach dem Vortrag beteiligten sich zahlreiche ZuhörerInnen mit Fragen und Diskussionsbeiträgen, zu sehen ab der 49. Minute des Videos.


Tests für die Frühschwangerschaft

Logik der Ausweitung

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2019) Mit dem Praenatest droht die Suche nach Ungeborenen mit einer Trisomie 21 zur Routine zu werden, die Krankenkassen wahrscheinlich künftig bezahlen müssen. Kommt es so weit, wird es dabei wohl nicht bleiben. Denn die Ausweitung des Diagnosespektrums liegt in der Logik der Genomforschung, der vorgeburtlichen Diagnostik und des Gesundheitswesens. Eine neue Generation molekulargenetischer Tests für die Frühschwangerschaft gibt es schon.

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EKD-Papier befürwortet solidarische Bezahlung selektiver Tests

Fragwürdige »Orientierung«

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Dezember 2018) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird wohl 2019 entscheiden, ob Krankenkassen den Einsatz einer umstrittenen Innovation künftig bezahlen müssen: molekulargenetische Bluttests, die Chromosomenabweichungen wie Trisomie 21 beim Fötus ab der neunten Schwangerschaftswoche feststellen sollen. Auch der Bundestag soll noch mal über nicht-invasive, pränatale Tests (NIPD) diskutieren. Führende Kirchenvertreter haben sich bereits positioniert.

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Interview-Studie

Wachsender Druck auf Schwangere

Von LISA KOOPMANN
(September 2018) Wie wirken Angebote pränataler Diagnostik (PND) auf schwangere Frauen und Menschen mit Behinderungen? Mit welchen gesellschaftlichen und ethischen Folgen? Die Wissenschaftlerinnen Sigrid Graumann und Lisa Koopmann von der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe haben Beteiligte nach ihren Erfahrungen gefragt.

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»Versicherteninformation« über genetische Tests beauftragt

Unternehmensfreundliche Selbstbestimmung für Schwangere

Von SABINE KÖNNINGER und KATHRIN BRAUN
(Juni 2017) Die Frage ist gesellschaftlich umstritten: Soll der molekulargenetische, nicht-invasive Pränataltest (NIPT) für so genannte Risikoschwangere in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden oder nicht? Entscheidungsbefugt ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), seine Meinungsbildung soll »voraussichtlich noch bis 2019« dauern und ergebnisoffen sein. Dennoch hat das Gremium bereits Fakten geschaffen und eine »Versicherteninformation « über die Möglichkeiten genetischer Bluttests in Auftrag gegeben. Das ist problematisch.

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G-BA startet »Bewertungsverfahren«

Selektiver Bluttest bald Kassenleistung?

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2016) Welche Leistungen die Krankenkassen bezahlen müssen, bestimmt hierzulande der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Das mächtige Gremium hat ein Bewertungsverfahren eingeleitet, an dessen Ende die Einführung molekulargenetischer Bluttests in die reguläre Schwangerenversorgung stehen könnte. Dagegen gibt es seit Jahren Proteste – aktueller Effekt: Auch der G-BA fordert den Bundestag nun auf, endlich gesellschaftspolitische und ethische Auswirkungen selektiver Gentests zu erörtern.

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Anlageträger-Screening in der »Vor-Schwangerschaft«

Genetische Risiko-Prävention

Von PETER WEHLING
(März 2016) Der sogenannte PraenaTest, ein nichtinvasiver Bluttest zur Feststellung von Trisomien bei Föten, wird intensiv und kontrovers diskutiert. Öffentlich kaum beachtet werden dagegen Entwicklung und beginnende Vermarktung von erweiterten Anlageträger-Screenings. Dabei können auch diese neuartigen genetischen Testverfahren erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen haben – und unter Umständen zu einer dramatischen Ausweitung vorgeburtlicher Selektion führen.

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PraenaTest wird »erprobt«

Selektiver Test solidarisch finanziert?

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2014) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestimmt den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Frühjahr hat das Gremium ein neues Erprobungsverfahren für Diagnose- oder Behandlungsmethoden eingeleitet. Dazu gehören auch die umstrittenen nichtinvasiven Gentests in der Frühphase der Schwangerschaft. Am Ende wird die Entscheidung stehen, ob derartige Tests künftig auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden dürfen oder nicht.

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Frauen und GynäkologInnen im Fokus

Verunsichernde Angebote

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2013) Der 2012 eingeführte »PraenaTest« hat heftige öffentliche Debatten ausgelöst. Eher unauffällig, nämlich in Fachkreisen, preisen diverse Testanbieter noch mehr Verfahren an, die genetische Normabweichungen beim Ungeborenen frühzeitig erkennen sollen.

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»PraenaTest«

Nutzen fraglich, Wirkungen unabsehbar

Von MARTINA KELLER
(September 2012) Der molekulargenetische »PraenaTest« soll Trisomie 21 bei Ungeborenen aufspüren. KritikerInnen halten den neuen Test für unethisch – der Hersteller behauptet, sein Produkt werde Leben retten.

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Der Zukunftsentwurf der Pränataldiagnostiker

Früher, sicherer, einfacher

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2009) MedizinerInnen entwerfen eine bedenkliche Zukunft. Ohne riskante Fruchtwasseruntersuchungen wollen sie nur aus dem Blut schwangerer Frauen genetische Besonderheiten wie das Down-Syndrom erkennen können.

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Erfahrungsbericht

Wehe, das Baby ist nicht normal

Von ANJA SELASSIE
(September 2009) Die Autorin schildert ihr Geburtserleben in einem großen Hamburger Krankenhaus. Ihr Sohn Mikael hat ein Down-Syndrom, das im Krankenhaus irritierte und das Leben der Mutter zum Abenteuer machte.

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Risikoziffern

Freie, informierte Wahl?

Von NETE SCHWENNESEN, METTE NORDAHL SVENDSEN, LENE KOCH
(März 2009) Eine sozialwissenschaftliche Studie in Dänemark zeigt: Medizinische Informationen in Form statistischer Risikoziffern verunsichern. Und sie begründen eine Screeningpolitik mit eugenischen Zielen.

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Schwangerschaftsvorsorge

Tödliche Neutralität

Von ANNEGRET BRAUN
(März 2008) Was bekommen Frauen zu hören, wen im Rahmen der Schwangerenuntersuchung beim UltraschallBehinderungen oder Normabweichungen erkannt oder vermutet werden? Die Leiterin der PUA-Beratungsstelle beim Diakonischen Werk in Württemberg berichtet Bedenkliches.

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Ultraschall in der Schwangerschaft

Fragwürdige »Informationen«

Von ANNEGRET BRAUN
(Dezember 2004) »Informationen zur Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft« steht über einem Merkblatt der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Der Titel führt in die Irre.

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Frühscreening in der Schwangerschaft

Private Risiko-Ökonomie

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2003) Die massenhafte Suche nach Normabweichungen beim Ungeborenen soll zum privaten Dienstleistungsangebot im öffentlichen Gesundheitswesen werden.

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ITA-Studie


Humangenetiker bittet Schwangere zum Massentest

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2002) Ultraschall, Triple-Test, Fruchtwasseruntersuchung, Chorionbiopsie – das Arsenal vorgeburtlicher Diagnostik ist reichhaltig. Eine weitere Methode soll nun etabliert werden – im Rahmen einer »ITA-Studie« genannten Reihenuntersuchung.

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Ultraschalluntersuchungen

Im Prinzip freiwillig, aber…

Von ANNEGRET BRAUN
(Juni 2000) ÄrztInnen und Frauen, die auf Ultraschalldiagnostik während der Schwangerschaft verzichten wollen, geraten gehörig unter Druck – finanziell und psychisch.

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Vorgeburtliche Diagnostik im Alltag


Auf den Leib gerückt

Von MARGARETHA KURMANN
(Dezember 1999) Vorgeburtliche Diagnostik und Reproduktionsmedizin haben das Verständnis von Schwangerschaft verändert. Sie werfen Fragen auf: nach Gesundheit, Krankheit, Behinderung, Lebensqualität.

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