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> Es gibt viele Gründe …

… BioSkop zu fördern!

Bild: Maria Beckermann

Maria Beckermann

Frauenärztin und Psychotherapeutin, Mitbegründerin von ‘FrauenLeben’, der ersten Frauenberatungsstelle in Köln

»Ich empfehle BioSkop sowohl den kritischen Geistern in meinem Bekanntenkreis, aber auch denen, die Wissenschaft und Forschung für objektiv, unabhängig und wertneutral halten.«

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Bild: Werner Rätz

Werner Rätz

Aktivist, Mitbegründer von Attac Deutschland, freiberuflicher Referent, Bonn

»Auch Teile der politischen Linke setzen ihre Zukunftshoffnung auf technologische Versprechen. Forschung und medizinische Praktiken sind erstaunlich wenig politisiert. Dagegen fragt BioSkop, ob die technologisch vermittelten Antworten die zugrunde liegenden Bedürfnisse tatsächlich befriedigen. Deshalb lese ich BIOSKOP.«

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 Nr. 115 (September 2026)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Digitalisierung & Kontrolle

Die digitale Transformation des Gesundheitssystems ist ein Schwerpunkt der schwarz-roten Bundesregierung. Rechtlich vorantreiben soll das ein sogenanntes Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG), dessen Entwurf ab Oktober im Bundestag beraten werden soll. Das Vorhaben ist komplex und fragwürdig; geplant ist zum Beispiel, den Krankenkassen zu ermöglichen, Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) auszuwerten und anschließend Versicherte zu kontaktieren. Außerdem hat ein Gesetzentwurf, der die Befugnisse von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst erheblich erweitern soll, auch Vertreter*innen der Ärzteschaft alarmiert – sie warnen eindringlich vor Gefährdungen des Patientengeheimnisses.

BIOSKOP beleuchtet einige der heiklen Punkte des Daten- und Innovationsgesetzes und zitiert kritische Stimmen. Und BIOSKOP beschreibt, welche Folgen die geplante Reform des Nachrichtenrechts für Patient*innen haben kann – und wie die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD obendrein das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) massiv einschränken will.


>>> Ersatzteillager Mensch

Organentnahme auch nach Herz-Kreislauf-Stillstand?

Sollen die Einwilligungsregeln zur »Organspende« geändert werden? Mit dem Ziel, dass künftig in Deutschland auch Menschen als potenzielle »Organspender*innen« gelten, die sich zu dieser Frage niemals geäußert haben? Darüber wird der Bundestag im Herbst beraten und womöglich noch vor Weihnachten abstimmen. Anlass für bekannte Transplanteure und Notfallmediziner*innen, Stimmung für ihre noch viel weiter gehende Forderung zu machen: Organentnahmen künftig nicht mehr nur bei »Hirntoten« – sondern auch nach kontrolliertem Herz-Kreislauf-Stillstand auf der Intensivstation legalisieren.

BIOSKOP informiert über die brisanten Positionspapiere aus den Reihen der Transplantationslobby. Und BIOSKOP schaut kritisch auf zwei Gesetzentwürfe zwecks Ausweitung von Organentnahmen ohne Einwilligung – und mahnt weiterhin Regeln an, die jegliche Fremdbestimmung kategorisch ausschließen.


>>> Gesetzentwurf zur Suizidprävention

Zu vage und zu wenig Geld

Das Bundesgesundheitsministerium, mittlerweile geführt von Carsten Linnemann (CDU), nimmt einen neuen Anlauf, die Suizidprävention gesetzlich zu verankern. Bereits Linnemanns Vor-Vor-Gänger Karl Lauterbach (SPD) hatte einen Gesetzentwurf erarbeiten lassen, der aber nicht mehr vom Parlament beraten wurde. Fachleute der Suizidprävention begrüßen die lange erwartete Initiative des Ministeriums grundsätzlich, wünschen sich aber erhebliche Nachbesserungen zum vorgelegten Referentenentwurf.

BIOSKOP berichtet über das wichtige Vorhaben, kritische Einschätzungen und Forderungen. Und BIOSKOP blickt auf ein Bündnispapier von Expert*innen aus Suizidprävention und Palliativmedizin.


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