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Martina Keller

Journalistin, Hamburg

»Ich unterstütze BIOSKOP, weil es Themen aufarbeitet, die Main-Stream-Medien vernachlässigen und die Autoren Haltung zeigen, ohne ideologisch zu sein.«

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Jürgen Lodemann

Schriftsteller, Filmemacher, Moderator, Freiburg

»Wozu BIOSKOP? Weil in der Masse der mehr und mehr käuflichen Medien hier eine der letzten einsamen Inseln für NICHT gekaufte Meinungen und Infos sorgt.«

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 Nr. 114 (Juni 2026)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Ersatzteillager Mensch

Die Einwilligungsregeln zur »Organspende« stehen wieder auf der Agenda des Deutschen Bundestages. Parlamentarische Initiativen, die geeignet wären, jede Fremdbestimmung bei der Entnahme von Nieren,Lebern, Herzen etc. konsequent auszuschließen, sind bisher leider nicht in Sicht. Statt dessen ist mal wieder die sogenannte Widerspruchsregelung im Gespräch, wonach alle Erwachsenen als potenzielle Organspender*innen gelten sollen, die keinen ausdrücklichen Widerspruch dokumentiert haben. Das Gesetzgebungsverfahren soll im Herbst richtig los gehen. Derweil werben einige einflussreiche Mediziner*innen dafür, künftig Organentnahmen auch nach Herz-Kreislauf-Stillstand in Deutschland zu erlauben. Derweil haben zwei Züricher Professor*innen, beauftragt von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), ein Rechtsgutachten zu einem brisanten Thema vorgelegt: »Organspende nach Suizidhilfe«.

BIOSKOP informiert über erneute parlamentarische Pläne mit dem Ziel, die Bereitschaft zur Organentnahme gesetzgeberisch zum gesellschaftlichen Normalfall zu erklären und dabei bewusst noch mehr Fremdbestimmung in Kauf zu nehmen. Und BIOSKOP beleuchtet die Forderungen und Vorstöße zur Legalisierung kontrollierter Organentnahme nach Herz-Kreislauf-Stillstand und nach assistierter Selbsttötung.


>>> Medizinregister

Tor für vielfältige Datennutzungen

In Deutschland gibt es mehr als 350 Medizinregister. Die meisten dieser digitalen Datenbanken werden ohne gesetzliche Grundlage betrieben. Die CDU/CSU-SPD-Bundesregierung will das nun ändern – ihr Gesetzentwurf, der noch in diesem Jahr vom Bundestag beschlossen werden soll, erlaubt, dass Registerdaten für vielfältige Zwecke auch jenseits des Behandlungsalltags zur Verfügung stehen sollen – und zwar für Nutzer*innen, die den betroffenen Patient*innen gar nicht bekannt sind. Auf dem Spiel steht nicht weniger als das Patientengeheimnis.

BIOSKOP druckt eine kritische Analyse des renommierten Datenschützers Thilo Weichert. Und BIOSKOP zitiert aus der ersten, kurzen Debatte des Bundestags zum Medizinregistergesetz.


>>> Ärzt*innen und Machtmissbrauch

Keine Einzelfälle

Grenzüberschreitungen, sexuelle Belästigungen, Machtmissbrauch sind im ärztlichen Arbeitsalltag keine Einzelfälle, das gilt besonders in Krankenhäusern. Eine Ahnung von den Dimensionen gibt eine bundesweite Online-Befragung der Ärzt*innen-Interessenvertretung Marburger Bund, an der sich über 9.000 Mediziner*innen beteiligt haben, und debattiert wurde das heikle Thema auch beim Deutschen Ärztetag. Nun sollen Strukturen etabliert und gestärkt werden, die helfen sollen, Ärzt*innen vor Übergriffen ihrer Kolleg*innen besser zu schützen..

BIOSKOP berichtet über die erschreckenden Ergebnisse der Ärzt*innen-Befragung. Und BIOSKOP schaut auch auf Beschlüsse des Deutschen Ärztetags, die Patient*innen vor sexualisierter Gewalt durch Ärzt*innen bewahren sollen.


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