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Wolfgang Linder

Jurist, stv. bremischer Datenschutzbeauftragter im Ruhestand, heute aktiv im Komitee für Grundrechte und Demokratie und in der Aktion Stoppt die E-Card, Bremen

»Big Data droht die letzten Reservate von Privatsphäre abzuräumen. E-Card und Nationale Kohorte sind Beispiele dafür. Kritische Stimmen gegen profit- und technikorientierte Gesundheitsökonomie haben es schwer, in den Medien zur Geltung zu kommen. BioSkop ist eine rühmliche Ausnahme.«

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Michael Wunder

Diplom-Psychologe, Leiter des Beratungszentrums der Ev. Stiftung Alsterdorf in Hamburg, von 2008 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates

»Manchmal denke ich zwar das glatte Gegenteil von dem, was in BIOSKOP steht, dennoch brauche ich den ständigen Anstoß und Auseinandersetzung. Ohne BIOSKOP wäre die Debatte ärmer. Deshalb unterstütze ich BIOSKOP und wünsche dem Projekt einen noch langen Bestand.«

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Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP Schwerpunkt

Normalfall »Organspende«?

Grundsätzlich gilt im deutschen Medizinbetrieb: Ein Eingriff, von der Blutentnahme bis zur Operation, darf nur mit ausdrücklicher Einwilligung der zuvor verständlich aufgeklärten Patient*innen erfolgen. Im Transplantationsbetrieb läuft es oft anders, in den meisten Fällen liegt keine schriftliche Willenserklärung des »hirntoten« Organgebers vor. Statt dies endlich unbedingt zu verlangen, propagieren mehrere Bundesländer nun einen Gesetzentwurf, der die individuelle »Organspende« nach »Hirntod« zum gesellschaftlichen Regelfall erklären will – und Schweigen einfach als Zustimmung zur Explantation werten will. Derweil hat sich das Bundesgesundheitsministerium vorgenommen, »Lebendorganspenden« massiv und per Gesetz auszuweiten – wohl wissend, dass die Entnahme von Nieren und Leberstücken aus Körpern gesunder Menschen mit Risiken für die Spender*innen verbunden sein können.

BIOSKOP nimmt die beiden Gesetzesvorhaben unter die Lupe. Und BIOSKOP weist darauf hin, dass die Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur »Organspende« nun wissenschaftlich untersucht werden.


>>> Strategie zur Suizidprävention

Noch unverbindlich

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Anfang Mai eine »Nationale Suizidpräventionsstrategie« vorgestellt. Ein Gesetzentwurf zur konkreten Umsetzung müsste bis spätestes Ende Juni 2024 folgen, ist aber noch nicht in Sicht. Fachleute fordern, die Suizidprävention zügig gesetzlich zu verankern – auch um ihre Finanzierung langfristig sicherzustellen.

BIOSKOP hat Ute Lewitzka, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, nach ihrer Einschätzung der neuen Strategie gefragt. Und BIOSKOP berichtet über Bedenken des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes.


>>> Fortbildungen, Sponsoring, Transparenz

Verschärfte Bedingungen

Ärzt*innen sind verpflichtet, sich kontinuierlich berufsbegleitend fortzubilden und dies auch nachzuweisen. Finanzielle Unterstützung kommt dabei oft von Pharmaunternehmen: Sie sponsern viele der verfügbaren Fortbildungsangebote für Heilberufler*innen mit mehr oder weniger hohen Beträgen – auch in der Hoffnung, die Teilnehmer*innen für ihre Produkte einnehmen zu können. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Ärztetag nun eine reformierte (Muster-)Fortbildungsordnung beschlossen – mit dem Ziel, für Qualität, Neutralität und Transparenz zu sorgen.

BIOSKOP hat sich die neuen, spannenden Regeln genau angeschaut. Und BIOSKOP fordert, nach wie vor, endlich ein öffentliches Sponsoring-Register einzuführen.


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