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Angebot genetischer Pränataltests wächst stetig

Wettbewerb um Selektion

Von ERIKA FEYERABEND

(September 2022) Gängigerweise wird davon ausgegangen, dass Waren produziert werden, um ein vorhandenes Bedürfnis zu befriedigen. Dass bestimmte Bedürfnisse durch Vermarktung neuer Produkte erst geschaffen werden, bleibt meist unberücksichtigt. Menschen sollten auch bei medizinischen Angeboten genau hinschauen – das gilt auch für vorgeburtliche genetische Tests. > Mehr erfahren

Selektive genetische Tests als Kassenleistung

Auf Kosten der Solidargemeinschaft

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER

(September 2021) Voraussichtlich ab Frühjahr 2022 werden Krankenkassen nichtinvasive Pränataltests (NIPT) bezahlen müssen. Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit für die Trisomien 13, 18 und 21 zu bestimmen; Ausweitungen sind perspektivisch absehbar. Das Bündnis #NoNIPT kritisiert die Entscheidung des G-BA – und fordert den Bundestag auf, die Debatte über Pränataldiagnostik wieder aufzunehmen. > Mehr erfahren

Genetische Tests in der Frühschwangerschaft

Logik der Ausweitung

Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2019) Mit dem Praenatest droht die Suche nach Ungeborenen mit einer Trisomie 21 zur Routine zu werden, die Krankenkassen wahrscheinlich künftig bezahlen müssen. Kommt es so weit, wird es dabei wohl nicht bleiben. Denn die Ausweitung des Diagnosespektrums liegt in der Logik der Genomforschung, der vorgeburtlichen Diagnostik und des Gesundheitswesens. > Mehr erfahren

Anlageträger-Screening in »Vor-Schwangerschaft«

Genetische Risiko-Prävention

Von PETER WEHLING
(März 2016) Entwicklung und beginnende Vermarktung erweiterter Anlageträger-Screenings werden öffentlich kaum beachtet. Dabei können diese neuartigen genetischen Testverfahren erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen haben – und zu einer dramatischen Ausweitung vorgeburtlicher Selektion führen. > Mehr erfahren

Gentests und Brustkrebs

Warnung vor Jolie-Effekt

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2013) Nach einer Genanalyse ließ sich Hollywood-Star Angelina Jolie »vorbeugend« beide Brüste entfernen. Dieses Ereignis machte Schlagzeilen. Der AK Frauengesundheit warnt »vor vereinfachenden Sichtweisen auf komplexe medizinische Eingriffe«. > Mehr erfahren

Fragwürdige Einwilligungspapiere

Das Gesetz und die Praxis

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2012) Wenige Tage nach Geburt ihres Babys werden Eltern um Zustimmung für eine Blutentnahme beim Neugeborenen gebeten – zwecks Testung auf Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Genügen die Vordrucke für Einwilligungserklärungen den datenschutzrechtlichen Vorgaben? > Mehr erfahren

Neugeborenenscreening

Informierte Ärzte?

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(März 2011) Genetische Proben von Neugeborenen sind »unverzüglich zu vernichten«, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Nicht allen ÄrztInnen scheint die geltende Rechtslage bewusst zu sein. Ein Fall aus Hamburg. > Mehr erfahren

Direktvermarktung

Genanalysen im Angebot

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2010) Ein neuer Bericht über Direktvermarktung von Gentests ist in den USA erschienen, Kernergebnis: Die Tests sind irreführend und wenig nützlich. Hierzulande fehlt eine Untersuchung der einschlägigen Firmenlandschaft, die ihr Geschäft vornehmlich via Internet betreibt. > Mehr erfahren

Gendiagnostik-Kommission

Viele Fragen, kaum Antworten

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(März 2010) Ohne großes Aufsehen hat das Bundesministerium für Gesundheit die Mitglieder der neu geschaffenen Gendiagnostik-Kommission (GEKO) berufen. Welche Interessen verfolgen ihre Mitglieder? Und woran arbeiten sie gerade? > Mehr erfahren

Prognoseindustrie

Markttaugliche »Lebensmuster«?

Von ERIKA FEYERABEND
(September 2005) Unternehmen preisen im Internet DNA-Analysen an, etwa um »Risiken« für Osteoporose, Fettleibigkeit u.a. zu bestimmen. Zielgruppe sind besorgte SelbstzahlerInnen und junge Eltern. > Mehr erfahren

Neugeborenenscreening

Vorrang für den Datenschutz?

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2005) Datenschützer schlagen Alarm. Fast alle Eltern lassen das Blut ihres Neugeborenen auf seltene Erkrankungen testen. Meist wissen sie nicht, dass dieses Blut aufbewahrt werden kann, um der Forschung zu dienen. > Mehr erfahren

Geplantes Gentest-Gesetz

Nach den Wünschen von Kassen, Forschern und Firmen

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Dezember 2004) Das Bundesministerium für Gesundheit hat angekündigt, 2005 ein Gesetz zur genetischen Diagnostik in den Deutschen Bundestag einzubringen. Bislang kursiert ein »Diskussionsentwurf«. > Mehr erfahren

Genetische Diagnostik als moralische Technologie

Das Regime des Risikos

Von THOMAS LEMKE
(Dezember 2003) GenforscherInnen machen Gene für immer mehr Krankheiten (mit-)verantwortlich. BioethikerInnen propagieren – passend zum neo-liberalen Politikmodell – »genetische Eigenverantwortung«. Gendiagnostik wird zur moralischen Technologie. > Mehr erfahren

Gentests

Ein konstruktiver Vorschlag

Von UTE BERTRAND
(März 2002) Gentests sind wenig aussagekräftig. Vor diesem Hintergrund empfiehlt unsere Autorin: Testergebnisse sollen ausschließlich mündlich und nur an die getestete Person weitergegeben werden dürfen. > Mehr erfahren

Reihenuntersuchungen

Probelauf für Massen-Gentests

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(März 2001) Eine Krankenkasse und Humangenetiker aus Hannover wollen den ersten Massen-Gentest in Deutschland etablieren. Für Akzeptanz soll ein Modellversuch mit 10.000 freiwilligen TeilnehmerInnen sorgen. > Mehr erfahren

Screening-Programme

Gesundheitsökonomische Prognose

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2000) »Die DNA-Diagnose bringt beträchtliche Einsparungen«, meinen Rotterdamer Gesundheitsökonomen. Ähnlich sehen es Forscher, die für die EU einen Bericht über genetische Screening-Programme erstellt haben. > Mehr erfahren

DNA-Chips

Technologie für Massen-Tests

Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 1999) Gentests sind bisher auf die Prognose eines bestimmtes »Krankheitsrisikos« begrenzt und relativ teuer. Das soll sich ändern: Als technologischer Schlüssel für Massen-Gentests gilt der »DNA-Chip«. > Mehr erfahren