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| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
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Nr. 47, September 2009 |
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Babys nach PlanForscherInnen arbeiten daran, die Pränataldiagnostik (PND) zu vereinfachen. Bald soll es möglich werden, direkt im Blut schwangerer Frauen nach genetischen Besonderheiten von Ungeborenen gezielt zu fahnden. Die neue Methode wird befördern, was grundsätzlich auf den gesellschaftlichen Prüfstand gehört: Selektionspolitik und ökonomische Logiken, die hinter der PND stehen. Derweil schlägt das Institut IGES der Politik vor, künstliche Befruchtungen mit Steuergeldern zu bezuschussen – um einen "kleinen Babyboom" anzureizen. BIOSKOP analysiert den bedenklichen Zukunftsentwurf der vorgeburtlichen Diagnostik. Und BIOSKOP informiert über die IGES-Studie, in Auftrag gegeben von der Pharmafirma Merck.
(K)ein Markt für LeichenteileWenn der Mensch stirbt, muss das noch nicht sein Ende sein. Auf Sektionstischen rechtsmedizinischer Institute entnehmen ÄrztInnen Knochen, Haut oder Sehnen und verarbeiten sie weiter zu Transplantaten. In Deutschland gelten Gewebetransplantate von Verstorbenen allerdings oft als die schlechtere Therapiealternative. Gleichwohl gibt es kommerzielle Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Leichenteile zu verwerten BIOSKOP beleuchtet diese Variante der Ersatzteillagermedizin. Und BIOSKOP staunt über die Staatsanwaltschaft Bamberg, die (noch) nicht gegen eine Firma ermitteln will, der illegaler Handel mit Leichenteilen vorgeworfen wird.
Biobanken und ErfassungsphantasienBlut und Gewebe sind für GenforscherInnen eine wertvolle Ressource. Sie sammeln Proben und Daten in so genannten Biobanken – oft ohne seriöse Aufklärung der Betroffenen. "Unsere empirischen Erhebungen", sagt der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert, "haben ergeben, dass der Datenschutz bei Biobanken in Deutschland noch stark verbesserungsfähig und -bedürftig ist." BIOSKOP berichtet, welche Mängel Weichert und Kollegen sehen und wie sie sich eine transparente, datenschutzgerechte Biobank vorstellen. Und BIOSKOP warnt vor Gesundheitsökonomen, die empfehlen, Menschen mit seltenen Erkrankungen systematisch und lebenslang zu erfassen. |
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