| Sie können Bioskop unterstützen! | ![]() |
| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
|
Nr. 42, Juni 2008 |
|||||
|
Uni-Medizin und IndustriePolitik, Industrie und Wissenschaftslobby werben gern für "Public Private Partnerships" (PPP) zwischen Universitäten und Unternehmen. Gemeint sind gemeinsame Forschungsprojekte, die Unikliniken praktisch in Dienstleister für Pharmafirmen verwandeln. Gleichzeitig raten Gesundheitsökonomen deutschen Unikliniken, global zu operieren und Arzneimitteltests in Kooperationen mit Krankenhäusern in Asien und Osteuropa anzustreben. BIOSKOP nimmt Politik und Praxis von PPP eingehend unter die Lupe. Und BIOSKOP wundert sich über die Uni Köln, in deren Hochschulrat nun Vorstandsmitglieder von Bayer und Deutscher Bank mitentscheiden.
Monopoly mit embryonalen StammzellenÜber Stammzellforschung wird viel geschrieben, gesprochen und gestritten. Kern der Argumente für großzügige wie auch für striktere Regeln sind der "moralische Status" der embryonalen Zellen sowie variierende Einschätzungen, ob mit ihrer Vernutzung jemals verwirklicht werden kann, was unentwegt verheißen wird: Therapien für bisher unheilbare Krankheiten. Aus dem Blick geraten ist, was ForscherInnen und Firmen maßgeblich antreibt: ökonomische und eigentumsrechtliche Motive. BIOSKOP gibt einen Einblick in die Spielregeln des Stammzell-Monopolys. Und BIOSKOP fragt, wie glaubwürdig die Klagen deutscher StammzellforscherInnen sind.
Klare Grenzen setzenPharmasponsoring wird zunehmend kritisiert. In einer Eingabe an den Petitionsausschuss des Bundestages verlangen über 800 BürgerInnen, dass Arzneimittelhersteller sämtliche Zahlungen an PatientInnenorganisationen im Internet veröffentlichen müssen. Über diese Forderung haben ParlamentarierInnen zwar inzwischen geredet, tatkräftig unterstützt haben sie die Transparenzinitiative bislang jedoch nicht. Derweil rumort es in mancher Selbsthilfeorganisation. Beispiel EUROPA DONNA: Der europäische Dachverband für Frauen mit Brustkrebs kassiert Pharmagelder - und hat deshalb nun zwei Vorstandsfrauen verloren. BIOSKOP hat Ex-Vorstandsfrau Gudrun Kemper gefragt, warum sie sich nicht mehr bei EUROPA DONNA engagiert. Und BIOSKOP empfiehlt eine neue, fundierte Publikation zum Pharmasponsoring: "Ungleiche Partner". |
|
| Sie können Bioskop unterstützen! | |
| zur BioSkop-Startseite |