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| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
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Nr. 41, März 2008 |
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Vorgeburtliche DiagnostikErfahrungen mit vorgeburtlichen Untersuchungen zeigen: Frauen und Paare sind verunsichert – und ihre Entscheidung zum Abbruch einer Schwangerschaft wird maßgeblich beeinflusst durch die Erst-Information von ÄrztInnen. Derweil fordern führende PränatalmedizinerInnen, das so genannte "Ersttrimester"-Ultraschallscreening zur Pflichtleistung der Krankenkassen zu machen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zahlreiche Screening-Studien gesichtet und eine "vorläufige Nutzenbewertung" der "Testgüte hinsichtlich der Entdeckungsrate fetaler Anomalien" vorgelegt. Fazit: In welchem Maß diese Reihenuntersuchungen richtige Diagnosen liefern, lässt sich verlässlich nicht sagen. BIOSKOP zitiert ärztliche Erst-Informationen und nennt Ergebnisse des IQWiG-Vorberichts zum Ultraschallscreening in der Schwangerschaft. Und BIOSKOP stellt fest: Ein einheitliches Maß für Qualität kann es hier gar nicht geben, wohl aber mehr Reflexion.
Bedarfsgerechtes SterbenNeue Richtlinien in den USA sowie europäische Regelungsinitiativen bezwecken, den Kreis potenzieller OrganspenderInnen zu erweitern. Menschen, deren Herz wenige Minuten still gestanden hat, werden zu Toten erklärt – um ihnen anschließend Nieren, Lebern und Gewebe zielstrebig entnehmen zu dürfen. Auch in Deutschland gibt es Transplanteure, die derartige Praktiken erwägenswert finden. BIOSKOP berichtet, wo und wie Menschen zu "Non Heart Beating Donors" erklärt und für Transplantationen nutzbar gemacht werden. Und BIOSKOP beleuchtet eine Lücke im Gewebegesetz, das offen lässt, wie menschliche Gewebe verteilt werden.
Europaweite Vernetzung geplantIn europäischen Kliniken lagern Millionen Proben mit DNA und menschlichen Körpersubstanzen wie Blut, Gewebe und Urin. GenforscherInnen und Pharmafirmen wünschen sich eine Vernetzung der kaum überschaubaren Sammlungen, die Fachleute als "Biobanken" bezeichnen. Beim Aufbau der Infrastruktur will die EU-Kommission mit Fördermillionen helfen. Angestrebt wird die europaweite Harmonisierung von technischen Verfahren, medizinischen Dokumentationen und rechtlichen Rahmenbedingungen. BIOSKOP informiert über das EU-Großprojekt namens "Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure". Und BIOSKOP lädt zum Mitmachen ein – im Rahmen der Kampagne: "Biobanken? Nicht mit uns!" |
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