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Zeitschrift zur Beobachtung
der Biowissenschaften und ihrer Technologien

Nr. 37, März 2007

 

"BIOSKOP-Wirbel" BIOSKOP-Schwerpunkt:

Arzneimittelkontrolle

Die Bundesregierung plant eine brisante Strukturreform: Künftig soll in Deutschland eine marktwirtschaftlich orientierte Agentur dafür zuständig sein, Arzneimittel, Medizinprodukte und klinische Studien zuzulassen und zu kontrollieren. Das Vorhaben stößt auf Wohlgefallen bei der pharmazeutischen Industrie. Dagegen warnen ÄrztInnen und Betroffene vor einer Gefährdung der PatientInnen-Sicherheit.

BIOSKOP stellt das "Gesetz zur Errichtung einer Deutschen Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur" (DAMA) auf den Prüfstand. Und BIOSKOP blickt skeptisch auf die "Kosten-Nutzen-Bewertungen", die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen künftig vornehmen soll.

 


"BIOSKOP-Wirbel"Euthanasie

Selbstbestimmung am Lebensende

Spätestens nach Ostern wird es im Bundestag ernst: Angekündigt sind Gesetzentwürfe, die darauf abzielen, so genannte "Patientenverfügungen" rechtsverbindlich zu machen. In Presse, Funk und Fernsehen häufen sich derweil Berichte über schwer Kranke, die den Abbruch lebensnotwendiger Therapien und Pflege einfordern. Der Alltag in Kliniken und Heimen wie auch die sozialpolitischen Rahmenbedingungen werden bei der Berichterstattung meist ausgeblendet.

BIOSKOP schildert einen Fall, der für JournalistInnen offenbar nicht attraktiv ist: Erfahrungen eines Patienten, der nicht den Tod, sondern ein selbstbestimmtes Leben am Lebensende erreichen will. Und BIOSKOP geht Umfragen und Zahlen auf den Grund, die "Sterbehilfe"-BefürworterInnen regelmäßig verbreiten. [Mehr]

 


"BIOSKOP-Wirbel"Ersatzteillager Mensch

Projekt Gewebespende

Die "Organspende" kennt jeder, von der "Gewebespende" weiß kaum jemand etwas. Dabei ist der Gewebemarkt ein stark expandierender Medizinsektor, von dem viel mehr Menschen profitieren als von Organentnahmen. Fast alles am toten menschlichen Körper lässt sich verwerten - Haut, Hornhäute, Herzklappen, Leberzellen, Sehnen, Knochen, Knorpel. Während ganze Organe lebensfrisch bei so genannten "Hirntoten" entnommen werden müssen, deren Herz ja noch schlägt, dürfen viele Gewebe auch aus Leichen gewonnen werden.

BIOSKOP beschreibt, wie Explanteure ihre Arbeit verrichten. Und BIOSKOP informiert über den umstrittenen Entwurf für ein Gewebegesetz, das bald regeln soll, wie menschliche Zellen und Gewebe beschafft, getestet, verarbeiten, geagert und verteilt werden dürfen sollen.

Beilage:
Newsletter Behindertenpolitik Nr. 27

  • Budget? Inclusion? Zukunft? - Interview mit Ottmar Miles-Paul über den "Visionenkongress" der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben
  • Trotz Tötungsabsicht als Betreuer geeignet?
  • Im Zeichen der BIENE - Preis für barrierefreie Seiten im Internet
  • Das Bildnis eines behinderten Mannes
  • 20 Jahre Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten
  • Vor 70 Jahren: Die Gleichschaltung kirchlicher Anstalten in Hessen im Vorfeld der "Euthanasie"
  • Nachrichten und Tipps
  • Online-Tipp: Der newsletter Behindertenpolitik im Internet

Weitere Themen:

  • BIOSKOP-Leitartikel: Jenseits der Widerfahrnis
  • Hirnforschung und informationelle Begehrlichkeiten
  • Biobanken: Vorreiterregeln in Hamburg
  • "Gesundheitsreform": Verhalten steuern, belohnen, bestrafen
  • Der Gesundheitsmarkt wird weiter liberalisiert - und Rationierung als ökonomisch unausweichlich hingestellt
  • Initiative für unbestechliche Ärztinnen
  • Interessante Veranstaltungen
  • Literaturtipps
  • Wunschzettel

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