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| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
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Nr. 36, Dezember 2006 |
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BiomaterialbankenKliniken und Labore versuchen zunehmend, vorhandene Sammlungen von Körperstoffen und persönlichen Daten "der biomedizinischen Forschung" anzudienen. Hinter der gern ins Feld geführten Helfermoral verbergen sich meist handfeste ökonomische Interessen. In einem Gesundheitssystem, das im wesentlichen von betriebswirtschaftlichen Maximen regiert wird, kann das kaum verwundern. Die "Biobank der Blutspender", gegründet vom Bayerischen Roten Kreuz, ist allerdings ein neuer Höhepunkt in Sachen Altruismusverwertung. Die Betreiber glauben, über eine "weltweit einmalige Ressource für die Forschung" zu verfügen. BIOSKOP stellt das neue Verwertungsprojekt vor und informiert über die UK Biobank in Großbritannien, die 500.000 Menschen dazu animieren will, Blut- und Urinproben für GenforscherInnen zu spenden. Und BIOSKOP beleuchtet ein Rechtsgutachten zum Betrieb von Biomaterialbanken.
Pflegerische und finanzielle DefiziteIn Deutschland fallen jedes Jahr zwischen 3.000 und 4.000 Menschen ins Wachkoma. Ihr Schicksal war viele Jahre kein öffentliches Thema. Inzwischen wird über sie gesprochen - allerdings vornehmlich, wenn es darum geht, "Hilfe" zum Sterben zu bewerben und einzufordern. Selten wird diskutiert und berichtet, wie die Versorgung der Betroffenen und die Lage ihrer Angehörigen aussieht und verbessert werden könnte. Intensiv dazu geforscht hat Christel Bienstein, Leiterin des Instituts für Pflegewissenschaften an der Universität Witten/Herdecke. Ergebnisse, Erfahrungen und Ideen stellt sie im BIOSKOP-Interview vor. BIOSKOP hat Professorin Bienstein nach pflegerischen und finanziellen Defiziten gefragt - und was man für Menschen im Wachkoma tun kann. Und BIOSKOP nennt einen Verband, der praktische Hilfen und Kontakte für Betroffene vermittelt.
Zum Wohle der Versicherten?Eigentlich sollte die elektronische "Gesundheitskarte" (eGK) längst eingeführt sein. Inzwischen sind die MacherInnen froh, wenigstens den Start der ersten beiden Modellversuche vermelden zu können. Anfang 2007 soll es los gehen: In den Regionen Löbau-Zittau und Flensburg erhalten jeweils 10.000 Versicherte eine Probeversion der eGK. Wird die Karte kritisch beäugt, stehen meist die Kosten ihrer Einführung im Fokus; bisweilen geht es auch um Datenschutzfragen. Medizinische und sozialpolitische Effekte werden jedoch kaum analysiert. BIOSKOP überprüft die Versprechen der Karten-Lobby und erläutert Risiken und Nebenwirkungen. Und BIOSKOP skizziert eine gute, alte Alternative zu Speicherchips und Servern: das "PatientInnentagebuch". |
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