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Zeitschrift zur Beobachtung
der Biowissenschaften und ihrer Technologien

Nr. 26, JUNI 2004

 

"BIOSKOP-Wirbel" BIOSKOP-Schwerpunkt:

Das Europa der Biobanker

Ein lukrativer Rohstoff für GenforscherInnen und Pharmafirmen sind Sammlungen von Körpersubstanzen und PatientInnendaten. Derartige "Biobanken" sollen überall in Europa etabliert, ausgebaut und vernetzt werden; das größte deutsche Projekt will popgen ("populationsgenetische Rekrutierung von Patienten und Kontrollen") in Kiel werden. BiobankerInnen benötigen aber nicht nur Blut- und  Gewebeproben gutgläubiger Menschen, sondern auch einheitliche Qualitätsstandards und rechtliche Rahmenbedingungen, die ihr Geschäft langfristig absichern helfen. Regelungsvorschläge für Deutschland hat der "Nationale Ethikrat" des Bundeskanzlers präsentiert. Sie lesen sich wie eine Wunschliste der Genforschungslobby.

BIOSKOP gibt einen ausführlichen Einblick in die europäische Biobanken-Szene, popgen inklusive. Und BIOSKOP erläutert, was Menschen tun können, die sich gegen die Nutzung persönlicher Daten und Blutproben wehren wollen. 

>>Vollständiger Artikel: Das Europa der Biobanker


"BIOSKOP-Wirbel""Sterbehilfe"

Tödliche Planungen

"Sterbehilfe" für Menschen, die überhaupt nicht im Sterben liegen, soll noch in dieser Legislaturperiode erlaubt werden, Ermöglichen soll dies die rechtsverbindliche Anerkennung von Patientenverfügungen, für die PolitikerInnen, Ärzteschaft und Kirchen werben. Sie wollen legalisieren, dass ÄrztInnen demenzkranke oder komatöse Menschen verhungern lassen, wenn sie dies vermeintlich wünschen. "Tötung auf Verlangen", die Giftspritze also,  soll tabu bleiben - vorerst.

BIOSKOP  analysiert die "Sterbehilfe"-Pläne. Und BIOSKOP  ruft dazu auf, einen Appell an den Bundestag gegen die Legalisierung von Patientenverfügungen zu unterstützen:

"Das gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden!"

>>Vollständiger Artikel

>>Appell an den Deutschen Bundestag>

>>Informationen zum Appell


"BIOSKOP-Wirbel"Pharmakogenetik

Medikamente nach Maß?

Pharmakogenetik handelt von Erbanlagen, die mit Medikamenten in Beziehung stehen sollen. Das molekulare Konzept sieht so aus: Kennt man die Gene, die mit der Wirkung einer bestimmten Arznei zusammenhängen, kann man PatientInnen auf diese Gene testen, Nebenwirkungen vermeiden und - wie das PR-Schlagwort der Branche verheißt - "maßgeschneiderte Medikamente" entwickeln. Funktioniert das überhaupt?

BIOSKOP stellt die neue Vision der Pharmaindustrie auf den Prüfstand. Und BIOSKOP resümiert: "Von den Versprechungen der Pharmakogenetik und Pharmagenomik bleibt bei genauerer biochemischer Inspizierung nicht viel übrig."

Beilage:
Newsletter Behindertenpolitik Nr. 16

  • Menschen mit Sprechbehinderungen - eine vergessenes Gruppe?
  • Gentests für alle! - Eine Werbekampagne wird von der Behindertenbewegung gestört
  • Ist die Diskriminierung Behinderter ein Freiheitsrecht? Zur Debatte um ein umfassendes ”Anti-Diskriminierungsgesetz”
  • Sanierung öffentlicher Haushalte auf Kosten von Menschen mit Behinderungen
  • Vor 70 Jahren: Die NS-Regierung verabschiedet das ”Gesetz zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens”
  • Nachrichten und Tipps
  • Online-Tipp: Der newsletter Behindertenpolitik im Internet

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