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| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
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BIOSKOP-Schwerpunkt:
Was ist in Eisingen geschehen? Diese Frage stellen seit fast zwei Jahren Angehörige von geistig Behinderten, die in der größten Einrichtung dieser Art in Unterfranken leben. Klar ist bisher: Mit Unterstützung des medizinischen Dienstes des Eisinger St. Josefs-Stifts haben humangenetische Forscher von der benachbarten Universität Würzburg jahrelang Blutproben behinderter BewohnerInnen beforscht ohne Wissen und ohne Einwilligung der Angehörigen und BetreuerInnen. Der seinerzeit verantwortliche Geschäftsführer des katholischen Heimes behauptet, von alledem nichts gewusst zu haben. Und nun, kurz vor Weihnachten 1999, lädt er zur Gründung eines »Instituts für Mensch, Ethik, Wissenschaft GmbH« ein. Die neue Forschungs- und Beratungseinrichtung will bioethik-kritisch sein und sich gegen Eugenik und fremdnützige Forschung mit nichteinwilligungsfähigen Menschen engagieren ...
BIOSKOP hat den »Eisinger Fall« recherchiert
und stellt unbequeme Fragen: an die Verantwortlichen des St. Josefs-Stifts ebenso
wie an das Humangenetische Institut der Universität Würzburg und die Verantwortlichen
in Politik, Ärzteschaft, Verbänden und Wissenschaft.
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Riskantes Heilversprechen |
Der Begriff »Gentherapie« steht für die gentechnische Manipulation von Körperzellen zu therapeutischen Zwecken. Sämtliche »Gentherapien« sind derzeit Versuche am Menschen, um Behandlung geht es noch nicht. Die Bilanz nach zehn Jahren gentherapeutischer Experimente ist ernüchternd: Nicht ein Proband wurde bislang geheilt. Neue Erfahrungen aus den USA zeigen, dass das gentherapeutische Heilversprechen für die VersuchsteilnehmerInnen tödlich enden kann.
BIOSKOP beschreibt, wie »Gentherapien« nach Darstellung ihrer Protagonisten funktionieren sollen, stellt Versprechen und Risiken der Technik auf den Prüfstand und informiert, wie Menschen dazu gebracht werden, an den risikobehafteten Experimenten teilzunehmen.
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Widersprüche in der Debatte um Patente auf menschliche Gene |
Die Kampagne »Kein Patent auf Leben!« scheint mächtigte Verbündete bekommen zu haben: Der britische Premierminister Tony Blair und US-Präsident Bill Clinton verhandeln zur Zeit ein Übereinkommen, das die Patentierung menschlicher Gene verbieten soll. Doch in der Debatte um das Für und Wider des gewerblichen Rechtsschutzes für Gene und Zellen von Lebewesen gibt es reichlich Widersprüche wozu auch die GegnerInnen der Gen-Patentierung beitragen.
BIOSKOP analysiert die aktuelle Patentierungsdebatte und appelliert an KritikerInnen, den Irrglauben an die »Macht der Gene« nicht noch durch ihre Argumentationsweise zu unterstützen.
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