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| Zeitschrift zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien |
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BIOSKOP-Schwerpunkt:
In einer konzertierten Aktion mit PR-Firmen und Ministerien hat der Pharmakonzern SmithKline Beecham den Schulhof zum Marktplatz erklärt. Die Kampagne »Take Care« ruft SchülerInnen auf, sich gegen Hepatitis B impfen zu lassen. Als Anreiz locken Gratis-Eintrittskarten für Konzerte mit Stars wie Guildo Horn. Doch die Impfungen sind wegen möglicher Nebenwirkungen nicht unumstritten: In Frankreich wurde das staatliche Schulimpfprogramm gegen Hepatitis B nach Protesten und juristischen Auseinandersetzungen gestoppt, und auch in Deutschland wächst die Skepsis.
BIOSKOP nimmt die Impfkampagne und ihre Strategien, Szenarien, Versprechungen und Interessen kritisch unter die Lupe. Außerdem bringt der BIOSKOP-Schwerpunkt bedenkliche Nachrichten aus Frankreich. Dort sind mehrere hundert Fälle aktenkundig, bei denen ein Zusammenhang zwischen neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose und der Impfung gegen Hepatitis B vermutet wird.
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DNA-Chip: Technologie für Massen-Gentests |
Unterstützt von Steuermilliarden, läuft die »Entschlüsselung« des menschlichen Erbgutes auf Hochtouren. »Das Wissen um die menschlichen Gene«, frohlockt der bekannte US-Molekularbiologe und Gentech-Unternehmer Craig Venter, »wird eine der stärksten Antriebskräfte der Weltwirtschaft.« Für gute Geschäfte sollen neben der Entwicklung und Vermarktung von Gentech-Medikamenten auch Gentests sorgen. Chancen und Risiken von genetischen Reihenuntersuchungen werden in Expertenkreisen längst diskutiert, zumal eine neue Technologie die Massen-Gentests bald erheblich erleichtern dürfte: der DNA-Chip.
BIOSKOP informiert über das Speicher-Potenzial des DNA-Chips und zeigt auf, welche gesellschaftspolitischen Konsequenzen beim Einsatz der neuen Technik drohen. Was HumangenetikerInnen vom »Gen-Chip« halten, hat BIOSKOP ebenfalls recherchiert.
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In den Niederlanden sollen zwölfjährige PatientInnen ihre Tötung verlangen dürfen
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Was seit Jahren in den Niederlanden geduldet wird, soll nun nachträglich
legalisiert werden: die ärztliche Tötung von PatientInnen auf ausdrücklichen
oder vermuteten Wunsch des Betroffenen. Dass der Gesetzentwurf der sozialliberalen
Regierung, den das Parlament im Jahr 2000 beschließen soll, auch
Kinder ab zwölf Jahren einbezieht, stößt auf Empörung und
Widerstand.
Lobbygruppen, die für freiwillige Euthanasie und tödlichen Behandlungsabbruch
streiten, gibt es auch in Deutschland. Sie empfehlen zunehmend Vorsorgevollmachten
»für den selbstbestimmten Tod« - und stellen damit das Betreuungsrecht
auf den Kopf.
BIOSKOP fasst die Inhalte des geplanten niederländischen Euthanasiegesetzes zusammen und beschreibt, wie JuristInnen in Deutschland zunehmend versuchen, das Betreuungsrecht zur Rechtfertigung tödlicher Unterlassungen zweckzuentfremden.
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