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Zeitschrift zur Beobachtung
der Biowissenschaften und ihrer Technologien

Aus dem Inhalt der Ausgabe Nr. 1, März 1998:

"BIOSKOP-Wirbel" BIOSKOP-Leitartikel:

Die Sorge um das geklonte Selbst

Fast alle sind sich einig: Den geklonten Menschen darf es nicht geben! Doch kaum jemand glaubt noch, daß er verhinderbar ist. Dabei geht es perspektivisch überhaupt nicht um die von vielen Medien verbreitete Vision, erwachsene Menschen zu klonen. Welche ökonomischen Langzeitinteressen die Bio-Industrie tatsächlich verfolgt, benennt Erika Feyerabend im BIOSKOP-Leitartikel. Und sie stellt fest: »Nicht ein Dammbruch liegt vor uns, sondern viele Dammbrüche liegen hinter uns.«



"BIOSKOP-Wirbel" BIOSKOP-Schwerpunkt:

Euthanasie international

Der Vorstand der Bundesärztekammer will in diesem Jahr eine neue Richtlinie zur »Sterbebegleitung« beschließen. Der vorliegende Entwurf erlaubt, was kein deutsches Gesetz vorsieht: den todbringenden Abbruch medizinischer Behandlung bei Menschen, die überhaupt nicht im Sterben liegen. Vieles spricht dafür, daß die Vertreter der deutschen Ärzteschaft Anschluß an die europäischen Euthanasie-Vorreiter-Staaten suchen.

BIOSKOP informiert über die Pläne der Bundesärztekammer, gibt einen Überblick über Euthanasie in Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz und stellt das Europäische »Euthanasie-Patent« vor



"BIOSKOP-Wirbel"

kleiner Pfeil nach rechts Bioethik-Konvention

Die Unterzeichnung droht

Die jahrelange Auseinandersetzung um die Bioethik-Konvention geht in die entscheidende Phase: Eine Gruppe einflußreicher ParlamentarierInnen aus CDU, CSU, FDP und SPD will jetzt die Zeichnung des Europarat-Übereinkommens durchsetzen.

BIOSKOP erläutert die Hintergründe des Vorstoßes und zeigt auf, welche Möglichkeiten es gibt, die Zeichnungspläne zu verhindern.



"BIOSKOP-Wirbel"

kleiner Pfeil nach rechts Experimente mit Menschen

Transplantation embryonalen Gewebes

Ein Neurochirurg aus Hannover will Hirnzellen abgetriebener Embryonen in die Gehirne von Menschen übertragen, die an Schüttellähmung (Morbus Parkinson) erkrankt sind. Bei Organisationen der Schwangerenberatung hat er bereits um Zusammenarbeit ersucht – zwecks Beschaffung des Gewebes.

BIOSKOP berichtet, was daraus geworden ist und beschreibt, wie das Bundesgesundheitsministerium die experimentelle Methode hoffähig macht.



"BIOSKOP-Wirbel"

kleiner Pfeil nach rechts Transplantationsmedizin

»Lebendspende« und Organhandel

Handel mit menschlichen Körperstücken und die sogenannte »Lebenspende« gehören eng zusammen – das hat auch die Bundesregierung jahrelang so gesehen. Doch im Transplantationsgesetz haben solche Bedenken kaum mehr Gewicht – im Gegenteil: Die »Lebendspende« gilt nun als legal, sogar unter Nicht-Verwandten.

BIOSKOP beschreibt, wie das Gesetz praktisch möglich macht, was es offiziell verbietet: Geschäfte mit Organen.



"BIOSKOP-Wirbel"

kleiner Pfeil nach rechts Medizinrecht

Allzweckwaffe »mutmaßlicher Wille«

Ein schillernder Begriff wird immer einflußreicher: der »mutmaßliche Wille«. Ob in Transplantationsgesetz, Betreuungsrecht oder Sterbehilferichtlinie – überall taucht der »mutmaßliche Wille« auf.

BIOSKOP analysiert, wie sich die Bedeutung der »mutmaßlichen Einwilligung« im Medizinrecht gewandelt hat – schleichend und gefährlich.



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