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> Zeitschrift BIOSKOP ist 18!

Hätten Sie’s gewusst?

BIOSKOP ist im Dezember 2015 volljährig geworden – binnen 18 Jahren, seit 1998, haben wir in 72 Ausgaben über 1.000 Seiten Artikel, Recherchen und Analysen veröffentlicht. Der newsletter Behindertenpolitik kam im Juni 2000 hinzu; er beleuchtet aus Betroffenen-Perspektive, was die meisten Medien meistens ausblenden.

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> Es gibt viele Gründe …

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Bild: Andreas Zieger

Andreas Zieger

Professor an der Universität Oldenburg mit Schwerpunkt Klinische Neurorehabilitation und Interdisziplinär Angewandte Neurowissenschaft

»Ich lese BIOSKOP, weil ich dadurch Informationen erhalte, die ich sonst nicht bekomme. Die gegenwärtige Biopolitik, die Ausbeutung und Vernutzung des Humankapitals durch Biomacht und Biomedizin vorantreibt, widerspricht dem Gebot der Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe am Gemeinschaftsleben. Im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich geht es heute darum, die Denkweisen und Mechanismen der inneren Kolonialisierung durch die Ökonomie aufzudecken und tragfähige Gegenmodelle zu entwickeln. BioSkop liefert dazu seit Jahren wertvolle Beiträge mit kritischen Analysen.«

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Bild:Annegret Braun

Annegret Braun

Kinderkrankenschwester und pensionierte Leiterin der PUA-Beratungsstelle zu vorgeburtlichen Untersuchungen beim Diakonischen Werk Württemberg, Stuttgart

»Ich finde BioSkop sehr gut, weil es auf die beste Art bioethische Themen analysiert und schwierigste Inhalte so aufbereitet, dass sie gut verständlich sind – ohne abzuflachen oder zu vereinfachen. Eine verlässliche Recherchearbeit ist das Markenzeichen von BIOSKOP

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Nr. 76 (Dezember 2016)

Die Themen im Überblick

>>> BIOSKOP-Schwerpunkt

Wissenschaft, Journalismus, Science Media Center gGmbH

Im Frühjahr ging ein Unternehmen mit seinen Angeboten an den Start, das hierzulande wohl einmalig ist: das Science Media Center Germany (SMC). Gesellschafter dieser gemeinnützigen GmbH sind die Klaus Tschira Stiftung und der JournalistInnenverein Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK), für dauerhafte Finanzierung sollen zahlungskräftige Unterstützer sorgen, vornehmlich aus Wissenschaft und Wirtschaft, willkommen sind aber auch Zuwendungen aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Erklärtes Ziel der SMC-Macher ist es, die journalistische Berichterstattung zu fördern und zu verbessern – »vor allem dann«, so die Selbstdarstellung, »wenn neuartige, ambivalente oder umstrittene Erkenntnisse aus der Wissenschaft Schlagzeilen machen oder wissenschaftliches Wissen helfen kann, aktuelle Ereignisse einzuordnen«. Dabei bietet das SMC akkreditierten JournalistInnen einen besonderen Service: Es lässt ihnen frühzeitig Fachaufsätze zukommen, die noch unter »Sperrfrist« stehen – und als Zugabe zitierbare Einschätzungen von Fachleuten, die das SMC extra für sie ausgewählt hat. Erstaunlich: Die Dienstleistungen stehen den NutzerInnen gratis zur Verfügung. Wer ist an solcher Selbstlosigkeit interessiert? Und warum eigentlich?

BIOSKOP informiert über die Arbeit des SMC, gibt Einblicke in seine Vorgeschichte und Phantasien des Mitgesellschafters WPK. Und BIOSKOP schaut auf den SMC-Förderverein, in dessen Vorstand u.a. die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die Bayer AG und die Süddeutsche Zeitung personell vertreten sind.


>>> Genomforschung

»Kranke« Genome heilen?

Die Zeit von CRISPR-Cas9, der neuen Genome-Editing-Technik, ist auch die Zeit einer Krise des Journalismus, dem die zunehmende Ökonomisierung des Wissenschaftssystems gegenübersteht. Kein Wunder also, dass sich ein Großteil der Berichterstattung eintönig unkritisch liest und uns ein neues Zeitalter der Heilung von Krankheiten und der Lösung des Welthungerproblems verspricht. Wie realistisch sind solche Verheißungen? Was steckt hinter der verbreiteten Euphorie?

BIOSKOP berichtet über Potenziale, Risiken und Interessen, die mit der CRISPR-Technik verbunden sind. Und BIOSKOP benennt bemerkenswerte Begleitprojekte zum Genome Editing, die das Bundesforschungsministerium finanziell fördert.


>>> »Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase«

In 100 Minuten zum Ziel?

2017 wird eine neue Kassenleistung eingeführt: die »Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase«; Details zur Umsetzung werden derzeit ausgehandelt – hinter verschlossenen Türen. Dabei sind Ziel und Vorgehen durchaus fragwürdig: BewohnerInnen von Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen oder (wenn sie als nicht mehr einwilligungsfähig gelten) ihre rechtlichen VertreterInnen sollen nämlich motiviert werden, eine schriftliche Patientenverfügung mit vorab erklärten Verzichten auf bestimmte Therapien zu erstellen – und zwar nach Gesprächen mit speziell geschulten BeraterInnen. »Gesprächsbegleitungen« dieser Art wurden im 2011 abgeschlossenen Modellprojekt »beizeiten begleiten« in Grevenbroich erprobt; laut Darstellung der beteiligten Forscher dauerten sie durchschnittlich 100 Minuten pro HeimbewohnerIn.

BIOSKOP blickt hinter die Kulissen, wo eine vom Bundesgesundheitsministerium geförderte »Task Force Advance Care Planning« offenbar die Vordenkerrolle spielt. Und BIOSKOP erinnert an das Modellprojekt, das ja nicht ohne Widerspruch verlaufen war.


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+ Leitfaden für HeilberuflerInnen gegen Abschiebung
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