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»Überwältigt sei er, 'dass mir so viel Gutes nachgesagt wird'. So bedankte sich Rolf Lorenz gestern, nachdem ihm OB Boris Palmer im Rathaus das Bundesverdienstkreuz übergeben hatte.«

aus einem Pressebericht über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Rolf Lorenz, veröffentlicht am 8. Dezember 2011 im Schwäbischen Tagblatt

»Dr. Lorenz zeigte sich in seiner Dankesrede ergriffen darüber, dass ihm 'so viel Gutes nachgesagt' wird. Doch er machte auch darauf aufmerksam, dass es nicht nur sein Verdienst ist, der an diesem Tag geehrt wird, sondern auch der Verdienst zahlreicher anderen bioethik-kritischen Gruppierungen.«

aus einem Bericht von Christian Frodl über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Rolf Lorenz, veröffentlicht auf der Website der Interessengemeinschaft Kritische Bioethik



Dank an ROLF LORENZ!

Bundesverdienstkreuz für Kritiker der Bioethik-Konvention

Gegen die Bioethik-Konvention des Europarates protestierten seit Mitte der 1990-er Jahre mehrere Millionen Menschen hierzulande mit ihrer Unterschrift. Das zeitigte Wirkung, bis heute: Deutsche Politikerinnen haben sich bisher nicht getraut, den Vertrag von 1997 zu ratifizieren, der u.a. den juristischen Weg bahnt für fremdnützige Forschung mit »Nichteinwilligungsfähigen« – gemeint sind Kinder sowie Menschen mit geistiger Behinderung, Demenz und im Koma.

Einer, der den Widerstand unermüdlich und mit viel Sachverstand befördert hat, ist der Mathematiker Rolf Lorenz. Mit einigen MitstreiterInnen gründete er 1996 in Tübingen eine »Initiative gegen die geplante Bioethik-Konvention«. Deren geheim gehaltene Entwürfe waren im April 1994 durch eine demokratische Indiskretion bekannt und von engagierten BürgerInnen analysiert und öffentlich gemacht worden.

»Was man aus den zurückliegenden Jahren auf jeden Fall lernen kann, ist, dass die Kritiker dieser Entwicklung keinen Anlaß haben, sich einschüchtern zu lassen.«

Das von Rolf Lorenz redigierte Zirkular der Tübinger Initiative versorgte kritische Geister im gesamten Bundesgebiet jahrelang mit Informationen, Analysen und Denkanstößen.

»Was man aus den zurückliegenden Jahren auf jeden Fall lernen kann«, schrieb Rolf Lorenz 2002 im Zirkular Nr. 22, »ist, dass die Kritiker dieser Entwicklung keinen Anlaß haben, sich einschüchtern zu lassen und dass sie sich von den Fachleuten nicht auch noch vorschreiben lassen müssen, welche Argumente diese als zulässig erachten.«

Diese Einschätzung ist heute so wichtig und aktuell wie damals. BioSkop dankt Rolf Lorenz für vielfältige, auch finanzielle Unterstützung und gratuliert ihm zu einer außergewöhnlichen Ehrung: Für sein Engagement hat er, 81-jährig, das Bundesverdienstkreuz bekommen. Oberbürgermeister Boris Palmer überreichte es Rolf Lorenz am 7. Dezember 2011 im Rathaus von Tübingen.