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»Auf wievielerlei Art kann uns
der Tod doch überraschen! ... Wer hätte je gedacht, daß
ein Herzog der Bretagne im Gedränge erdrückt werden sollte;
wie es ihm beim Einzug von Papst Clemens,... in Lyon widerfuhr? Hast Du
nicht einen unserer Könige beim Spielen sterben sehen? Und starb
nicht einer seiner Vorfahren daran, daß ihn ein Schwein umrannte?
Aeschylus war wahrgesagt worden, er solle sich vor dem Fall eines Hauses
hüten; er konnte sich noch so vorsehen: er wurde vom Dach einer Schildkröte
erschlagen, die einem Adler aus den Krallen glitt... ein Kaiser, weil
er sich mit dem Haarkamm ritzte, als er sich den Scheitel zog... und Ausidus,
weil er gegen die Tür des Ratssaales rannte; und zwischen den Schenkeln
der Weiber: Cornelius Gallus; Prätor... und was noch ärger ist:
Soeusipp, ein platonischer Philosoph, und einer unserer Päpste...
Und Galus Julius, der Arzt: indes er einem Kranken die Augen salbte, kommt
der Tod und drückt ihm seine zu...«
Michel de Montaigne, Bordeaux, 1580 |