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Über »Menschenwürde« als Grundbegriff der Ethik und des Rechts

Unantastbar

Von KARIN MICHEL
(September 2019) »Menschenwürde« gilt als Grundbegriff der Ethik und des Rechts. Die folgende Analyse beschreibt den Begriff als Grundlage des Verfassungsrechts und stellt Bezüge zur Moralphilosophie Immanuel Kants her. Dabei wird auch gezeigt, welche Relevanz der Begriff für aktuelle bioethische Fragen hat.

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Personalität, Demenz und Teilhabe:

Geschlossene Gesellschaft?

Von FLORIAN WERNICKE und STEFANIE SCHIEN
(Dezember 2017) Die Gesellschaft des langen Lebens steht vor einer wachsenden Herausforderung: Demenz. Mit steigendem Auftreten wächst auch die Besorgnis vieler Menschen, einmal selbst an einer Form von Demenz zu erkranken. Hierin binden sich Bedenken, mit Abhängigkeit oder der Auflösung der eigenen Persönlichkeit konfrontiert zu werden. Es erscheint daher nur wenig verwunderlich, dass Gesellschaften in der Moderne vor allem die Bekämpfung und Überwindung der Demenz durch ein medizinisches ExpertInnensystem forcieren. Menschen mit Demenz laufen in diesem Zusammenhang Gefahr, auf ihre Behandlungsbedürftigkeit reduziert zu werden und hinsichtlich ihrer individuellen Wünsche, Vorlieben und Wesensausprägungen – und somit als Person – unberücksichtigt zu bleiben.

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»Informierte Zustimmung« in der Medizin

Autonomie, Teilhabe, Fürsorge

Von KARIN MICHEL
(Juni 2017) »Autonomie« fungiert als Leitbegriff der Ethik in der Medizin. Als wichtiges »Instrument« zur Realisierung gilt die »informierte Zustimmung«. Wird sie der Beziehung zwischen Hilfesuchenden und Hilfeleistenden wirklich gerecht? Wie steht es um Sorge und Fürsorge?

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»Kultur der Sorge«

Kollektive Achtsamkeit

Von PATRICK SCHUCHTER und KLAUS WEGLEITNER
(März 2017) Die ökonomisch-technischen Errungenschaften der Moderne offenbaren auch ihre Schatten. Kann eine »Kultur der Sorge« diese Kehrseiten ausbalancieren? Eine Schlüsselfunktion dafür nehmen die Gestaltung von Sorgenetzwerken und die Praxis existenziellen Erzählens ein.

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Visionen und Risiken der schleichenden Cyborgisierung

Google gegen Altern und Tod

Von HEIKE KNOPS
(März 2016) Manche WissenschaftlerInnen arbeiten daran, den Menschen technisch zu »verbessern«. Sie reden von »Transhumanismus«, »Cyborgisierung«, »Human Enhancement«. Die Visionen und Forschungen sind fragwürdig.

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Aus dem Leben transhumanistischer Cyborgs

Maschinensklaven

Von MARKUS JANSEN
(März 2015) In den digitalen Überwachungs- und Kontrolltechniken des 21. Jahrhunderts verschmilzt der menschliche Körper immer mehr mit der Computer-Technik, um diesen zu codieren und zu verrechnen. Dem entspricht die transhumanistische Vorstellung, dass Leben und Körper im digitalen Code von Eins und Null aufgehen.

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Anmerkungen zur Debatte um »Sterbehilfe« und Autonomie

Gewissheiten und Irritationen

Von STEFANIE GRAEFE
(Dezember 2014) Wo Gewissheiten präsentiert werden und Dinge scheinbar klar liegen, ist in der Regel Vorsicht geboten. Stefanie Graefe analysiert die verbreitete Rede von Autonomie am Lebensende. Die Soziologin empfiehlt: »Wenn wir für diese Phase einen Begriff brauchen, würde ich Teilhabe vorschlagen.«

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Ansprüche und Risiken der »Synthetischen Biologie«

Digitales Leben

Von MARKUS JANSEN
(Juni 2013) Schon immer haben Menschen von der Erzeugung »neuen Lebens« geträumt. Im 21. Jahrhundert scheinen technologische Möglichkeiten und Ansprüche der Biologie so weit gerüstet, dass dieser Traum verwirklicht werden könnte. Die »Synthetische Biologie« schickt sich an, künstliche Organismen herzustellen.

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Biotechnologie, »digitale Medizin« und Leben 2.0

Totale Transparenz

Von MARKUS JANSEN
(September 2012) In »sozialen« Netzwerken geben Menschen mittlerweile bereitwillig Privates und Intimes über sich preis. Dem entspricht die Anstrengung der Biowissenschaften, die – hypothetische – Substanz des Lebens, das Genom bzw. die DNA, sichtbar und transparent zu machen.

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Soziobiologie

Scheinbar vernünftig

Von CHRISTINE ZUNKE
(Dezember 2011) Der Biologismus als Erklärung von durch ein gesellschaftliches Machtgefälle hergestellten Differenzen lastet der Natur an, was der Mensch dem Menschen gewaltsam antut. Warum und für wen Sozialbiologismus so attraktiv ist – eine Analyse.

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Kritische Anmerkungen zu einer populären Forderung

»Recht auf Gesundheit«

Von ERIKA FEYERABEND
(Dezember 2010) »Gesundheit« ist ein biopolitisch überaus wirksamer Mythos. Wer den Mythos freilegen will, muss sich von den mittlerweile global wirksamen Sprech- und Denkgewohnheiten entfernen.

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Philosophische Kritik

Das Gehirn ist nicht frei – na und?

Von CHRISTINE ZUNKE
(Juni 2009) Moderne Hirnforschung meint klären zu können, ob wir einen freien Willen haben oder dieser nur eine neuronal erzeugte Illusion ist. Eine philosophische Kritik zu den Anmaßungen und Widersprüchen der aktuellen Hirnforschung.

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Analyse zum Informed Consent

»Informierte Einwilligung« und »institutionelle Körpersprache«

Von ULRIKE FELT
(September 2008) Keine Operation, Entnahme von Körpersubstanzen oder klinische Studie kommt ohne Einverständniserklärung aus – in Fachkreisen »Informed Consent« genannt. Das heißt keineswegs, dass PatientInnen aufgeklärt sind.

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Genetische Informationen

Die Macht der Modellbauer

Von UTE BERTRAND
(Juni 2004) Abstrakte Begriffe wie »Gene« oder »genetische Informationen« gehen nicht nur NaturwissenschaftlerInnen locker über die Lippen, auch im Wortschatz von Otto und Ottilie NormalverbraucherIn haben sie sich eingenistet. Wie kommen die Gene in unsere Köpfe?

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Biomacht, Biopolitik und Biotechnologie

Jenseits von Natur und Kultur: Ni Dieu, ni maitre, ni l’homme

Von THOMAS SEIBERT
(Mai 2003) Biomacht herrscht, wo sich das gesellschaftliche Verhältnis des Kapitals bzw. das Ge-Stell der Technik tendenziell alles Leben, jede Arbeit und jede Form der Sprache unterwerfen und ihren produktiven Kreisläufen einordnen.

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»Molekulare Zukunft«


Genormte Individuen – regulierte Bevölkerungen

Von ERIKA FEYERABEND
(April 2003) Das Projekt der molekularen Zukunft ist ein Gesellschaftsentwurf, der letztlich alle zur Ressource einer bioindustriellen und biowissenschaftlichen Revolution erklärt.

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»Entschlüsselung des Genoms«

HUGO und die Gene

Von ANTJE LORCH
(September 2000) Im Juni 2000 wurde die so genannte »Entschlüsselung« des menschlichen Genoms verkündet. Doch bis heute wissen GenforscherInnen nicht einmal, was ein Gen genau ist.

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Biomedizinische Konstruktionen

Gewalt des Todes – Bemächtigung des Lebens

Von ALEXANDRA MANZEI
(2000) Durch die Umdefinition von Tod und Organmangel wird der menschliche Körper als Organreservoir erschließbar gemacht.

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»Mutmaßliche Einwilligung« im Medizinrecht


»Wo es an einem schutzwürdigen Erhaltungsinteresse fehlt«

Von HEIDRUN SUDHOFF und CHRISTIAN WINTER
(März 1998) Ob in der geplanten Richtlinie zur Sterbehilfe oder im Transplantationsgesetz, ob im Betreuungsrecht oder in der Bioethik-Konvention – überall taucht der »mutmaßlicher Wille« auf.

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