23./24. März in Essen
VORMERKEN und ANMELDEN!
Tagung für Transparenz
»Organspende – gesellschaftlich umstritten, öffentlich undurchschaubar, politisch gefördert«
Das PROGRAMM
- AKTUELL
Ignorierte Tatsachen
Der Gesundheitsauschuss des Bundestages veranstaltete im Juni zwei Anhörungen zum Transplantationsgesetz. Fachleute sprachen dabei auch diverse Missstände im Transplantationssystem an. Merkwürdig: Es dauerte ein halbes Jahr (!), bis die Wortprotokolle öffentlich gemacht wurden. Was u.a. drin steht, lesen Sie in unseren Hintergrundberichten
+ Ignorierte Tatsachen
++ Hirntodkriterium verfassungswidrig?
Derweil handeln die Fraktionsführungen nach dem Motto »Augen zu und durch«: Per Gesetz wollen sie künftig alle BürgerInnen dazu drängen, »mindestens einmal in ihrem Leben« zu erklären, ob sie sich im Falle des »Hirntodes« Organe entnehmen lassen würden.
Brisante Vorwürfe
DSO auf dem Prüfstand
BioSkop-DOSSIER
(Oktober 2011) Die Deutsche Stiftung Organsplantation (DSO) bot immer wieder Anlass für notwendige Recherchen und kritische Berichte von BioSkop. Nun bewegt sich endlich was: Das Geschäftsgebaren der DSO, die mit der Koordination der Organspenden hierzulande beauftragt ist, soll in den nächsten Wochen offiziell überprüft werden!
- Sein wie Superman
- Leben Hirntote noch?
- »Organspende« nach Euthanasie
- Transplantationsrecht: Kompliziert gesponnenes Netz
- (K)ein Markt für Leichenteile
- Ansprüche und Wirklichkeit
- Offenbarungseid der Spendekommissionen
- Sehr diskrete Selbstkontrolle
- Merkwürdige Mängel
- Denkwürdige Transplantationszahlen
- Streit um »Hirntod«-Diagnostik
- »Leben schenken«
- Staatlich organisierter Organkauf
- »Organspender bleiben hier final«
- Transplantation und Gewissen
- »Organspende«-Tests bei Lebenden?
- Organentnahme ohne Einwilligung
- »Ich schenke dir meine Niere« - BILD war dabei
- »Cross-Over«-Transplantationen
- Wachstumsorientierte Aufklärung
- Schwerwiegende Komplikationen
- Durchlässige Körper
- Keine Veranlassung zu antworten
Transplantationsmedizin
Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur
Sein wie Superman
Von MONA MOTAKEF
(März 2011) Das Deutsche Herzzentrum (DHZB) in Berlin vermarktet sich als »Hochleistungsklinik«, spezialisiert auch auf Transplantationen. Um diese auszuweiten, lanciert es Werbekampagnen wie die Comic-Plakataktion »Das kannst Du auch«.
Wissenschaftliche Zweifel am Todeskonzept
Leben Hirntote noch?
Von MARTINA KELLER
(September 2010) Empirische Studien sowie Fortschritte in der bildgebenden Diagnostik haben Zweifel am Konzept des Hirntodes wieder wach gerufen.
»Organspende« nach Euthanasie
Das belgische Experiment
Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2010) In Belgien ist Euthanasie seit 2002 legal. Einigen Sterbewilligen sind auch Organe zu Transplantationszwecken entnommen worden – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Transplantationsrecht
Kompliziert gesponnenes Netz
Von HEINRICH LANG
(März 2010) Das Transplantationsgesetz sollte die Verhältnisse transparent machen. Die Analyse aus juristischer Perspektive zeigt aber: Strukturen und Verantwortlichkeiten sind für die Öffentlichkeit kaum durchschaubar.
Gewebetransplantate
(K)ein Markt für Leichenteile
Von MARTINA KELLER
(September 2009) In rechtsmedizinischen Instituten entnehmen ÄrztInnen Knochen, Haut oder Sehnen von Verstorbenen und verarbeiten sie zu Gewebetransplantaten. Anders als oft versprochen, ist das nicht immer die beste Therapie für PatientInnen.
Zehn-Jahres-Bilanz zum Transplantationsgesetz
Ansprüche und Wirklichkeit
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2009) Mehr Organspenden, Qualitätssicherung, Transparenz und umfassende Regeln – all dies sollte das Transplantationsgesetz von 1997 bewirken. Wie weit Ansprüche und Wirklichkeit auseinander liegen, zeigt eine Zehn-Jahres-Bilanz – erstellt vom Berliner Sozialforschungsinstitut IGES im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.
»Lebendorganspende-Kommissionen«
Organhandel nicht auszuschließen
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2009) Kommissionen sollen prüfen, ob »Lebendorganspenden« wirklich freiwillig erfolgen. Ihr Votum ist jedoch nicht rechtsverbindlich – und nur jede dritte Kommission glaubt, Organhandel sicher ausschließen zu können.
Unregelmäßigkeiten
Sehr diskrete Selbstkontrolle
Von ERIKA FEYERABEND
(Dezember 2008) Menschliche Organe werden zum Teil nach undurchsichtigen Regeln entnommen und verteilt. Das betrifft zum Beispiel Körperteile, die vorgeschädigt sind. Beim Verdacht auf Regelverstöße ist der Wille zur Aufklärung nicht ausgeprägt.
Dokumentationspflichten
Merkwürdige Mängel
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2008) Ein Lübecker Sozialmediziner hat untersucht, ob PrivatpatientInnen bei Organverpflanzungen überrepräsentiert sind. Dabei kamen merkwürdige Dokumentationsmängel heraus.
GastpatientInnen
Denkwürdige Transplantationszahlen
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Dezember 2007) Eine Statistik der NRW-Regierung bietet Zündstoff. Außergewöhnlich viele AusländerInnen reisen ins Essener Universitätsklinikum, um Organe zu erhalten oder zu »spenden«.
Hintergrund
Streit um »Hirntod«-Diagnostik
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(September 2007) Die »Hirntod«-Diagnostik soll stets qualifiziert und verlässlich erfolgen. Erfahrungen aus Niedersachsen und Bremen lassen Zweifel aufkommen.
»Organspende«-PR im Internet
»Leben schenken«, »selbst entscheiden«
Von PETRA ROGGE
(September 2006) Werbung ist auch im Internet ein geschäftiges Hin-und-Her mit dem Ziel, andere für eigene Zwecke zu gewinnen. Die Lobby pro »Organspende« müht sich nach Kräften im virtuellen Raum.
Beschaffung von Körperteilen
Staatlich organisierter Organkauf
Von MARTINA KELLER
(Juni 2006) Eine Projektgruppe der Europäischen Akademie GmbH in Bad Neuenahr-Ahrweiler fordert »Anreize zur Organspende«. Auch ein staatlich regulierter Organhandel wird vorgeschlagen.
Alltag
»Organspender bleiben hier final«
BIOSKOP-Interview
(März 2006) Eine Essener Intensivschwester schildert, welche Erfahrungen und Probleme Pflegekräfte mit Explantationen haben.
Transplantation und Gewissen
Muss ich das wirklich tun?
Von ERIKA FEYERABEND
(März 2006) Wenn Arbeitsaufträge das Gewissen strapazieren, ist das Klinikpersonal auf Unterstützung angewiesen. Beispiel Transplantation: Dürfen Pflegekräfte die Beteiligung an einer Organentnahme verweigern?
Beschaffung von Körperteilen
»Organspende«-Tests bei Lebenden?
Von MARTINA KELLER
(Dezember 2005) Wie Kliniken mehr Organe beschaffen könnten, überlegt eine Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer. Eine Idee: Noch bevor der »Hirntod« diagnostiziert ist, soll das Blut potenzieller Organgeber untersucht werden – um zu ermitteln, ob ihre Körperteile transplantabel sind.
Organentnahme ohne Einwilligung
Fremdbestimmte Eingriffe
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(Juni 2004) Organentnahme bei PatientInnen, denen ÄrztiInnen den endgültigen Ausfall der Hirnfunktionen (»Hirntod«) bescheinigt haben, sind meist fremdbestimmte Operationen.
Medienberichterstattung
»Ich schenke dir meine Niere« – BILD war dabei
Von UTE BERTRAND
(Juni 2004) Journalistische Beiträge, die offensichtlich zur Hergabe von Körperteilen motivieren sollen, erscheinen beinahe täglich in den Medien. Auch die BILD-Zeitung macht eifrig mit.
»Cross-Over«-Transplantationen
Tausch erlaubt, Geschäft ermöglicht
Von KLAUS-PETER GÖRLITZER
(März 2004) Mit einer kreativen Gesetzesauslegung hat das Bundessozialgericht eine juristische Vorlage zwecks Ausweitung der »Lebendorganspende« geliefert.
Leber-»Lebendorganspende«
Wachstumsorientierte Aufklärung
Von ERIKA FEYERABEND
(September 2003) Leberstücke gesunder Menschen werden seit rund zehn Jahren transplantiert. Mit welchen Folgen die »SpenderInnen« rechnen müssen, wird jedoch selten veröffentlicht.
Lebertransplantation
Schwerwiegende Komplikationen
Von MARGARETE WHITTOME
(März 2002) Erfahrungen vor und nach einer Lebertransplantation.
Neue Organressourcen
Durchlässige Körper
Von ERIKA FEYERABEND
(Juni 2001) Angesichts des behaupteten »Organmangels« wünschen sich Transplanteure neue Ressourcen. Auch gesunde Menschen und »herztote« PatientInnen sind mittlerweile als OrganspenderInnen begehrt.
Lebendorganspende
Keine Veranlassung zu antworten
Von ROBERTO ROTONDO
(März 2001) Kommissionen sollen gewährleisten, dass bei dieser so genannten »Lebendspende« alles mit rechten Dingen zugeht. Wie sie ihre Aufgabe erfüllen, wollen sie im einzelnen aber nicht verraten.
